V E R A N S T A L T U N G E N

Konzert mit Jüdischer Gottesdienstmusik in der Kirche St. Laurentius 

 

Klingende Reise durch das jüdische Festtagsjahr

 

Zu einem besonderen Konzert lädt der Freundeskreis Weinheim-Ramat

Gan e.V. in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Ehemalige Synagoge

e.V., Hemsbach, für Montag, 4. Oktober ein. Um 20.00 Uhr wird der

Deutsche Kammerchor unter der Leitung von Katharina Ehret, mit Solisten

und den jüdische Kantoren Amnon Seelig und Assaf Levitin in der Kirche

St. Laurentius am Weinheimer Markplatz zu hören sein.

„Haschiwenu - Bringe uns, Herr, wieder zu dir“, ist der Titel der Jüdischen

Gottesdienstmusik. Mit seinem Projekt „Haschiwenu“, will der Deutsche

Kammerchor dem Publikum einen umfassenden Einblick in die

unterschiedlichen musikalischen Strömungen und Traditionen des

synagogalen Chorgesangs ermöglichen.  „Mit dieser Reise durch das

jüdische Festtagsjahr wird die Vielfalt und Bedeutung dieses kulturellen

Erbes erlebbar wie es bis zur Schoa in Deutschland lebendig war.

Durch die beiden  Kantoren Amnon Seelig und Assaf Levitin werden die

liturgischen Gesänge zu einem lebendigen Zeugnis der Glaubenszuversicht ihrer Schöpfer und zum Symbol der Hoffnung der Zuhörer von heute“, kündigt Albrecht Lohrbächer, Vorsitzender des Freundeskreises, die Veranstaltung, an. Zur Aufführung werden Kompositionen von Kirschner, Löwenstamm, Kornitzer, Ogutsch, Kohn, Japhet, Sultzer, Kellermann und Adler kommen und so einen Überblick über die vielfältige Tradition des synagogalen Chor- und Kantorengesangs mit und ohne Orgelbegleitung ermöglichen, so heißt es in der Ankündigung.

Diese Aufführung ist ein Beitrag zum Jubiläumsjahr „1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland“. Zahleiche Veranstaltungen werden in diesem Jahr vom Verein „321–2021: 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland e. V.“ unterstützt.

 

Info: Der Eintritt zu der Veranstaltung am Montag, 4. Oktober, um 20.00 Uhr ist frei; eine Spende am Ausgang wird erbeten. Die Kapazität an Sitzplätzen ist begrenzt (200).

Es gilt die „3 G-Regel“.

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ARCHIV

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Zugang

Israel blickt auf ein ungewöhnliches Ereignis in seiner 73-jährigen Geschichte. Erstmals schlägt eine Partei, die die arabische Gemeinschaft des Landes repräsentiert, einen anderen Weg ein. Ausgerechnet die mit der Islamischen Bewegung zu identifizierende Partei Ra´am bekundet seit Monaten ein Interesse daran, sich an den politischen Entscheidungsprozessen beteiligen zu wollen. Warum ist das etwas so Besonderes? Warum wählt eine Partei mit einem ideologischen Parteiprogramm, das vielen Grundsätzen des jüdischen Staates widerspricht, diesen Weg, der zudem von Realpolitik kündet?

Nicht nur der Ansatz der Ra´am-Partei, sondern auch ihre Unterstützung der Veränderungskoalition von Yair Lapid wirft sowohl innerhalb der arabischen Gemeinschaft des Landes als auch in allen Teile der heterogenen jüdischen Mehrheitsgesellschaft viele Fragen auf. Wird die Unterstützung, die Ra´am-Chef Mansour Abbas der Veränderungskoalition zugesagt hat, zu einer Konflikte schürenden Zerreißprobe oder gar zu einem historischen Wendepunkt, der neue Wege für die Zukunft Israels aufweist?

Zum Einstieg in die Einblicke, die sie vermitteln möchte, ist eine Lektüre der folgenden Beiträge empfehlenswert:
• https://www.mena-watch.com/die-arabische-gesellschaft.../
• https://www.mena-watch.com/israels-islamische-bewegung/

Antje C. Naujoks geboren und aufgewachsen in Norddeutschland lebt seit 35 Jahren in Israel. Die an der FU Berlin und an der Hebräischen Universität Jerusalem studierte Politologin, die u.a. als Wissenschaftlerin und Übersetzerin tätig ist, beschäftigt sich sowohl im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeiten als auch im Zuge ihres ehrenamtlichen Engagements mit vielfältigen Themen, die die israelische Gesellschaft betreffen.

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Neue Regierung in Israel ohne Netanjahu!

Ein jüdisch-arabisches Experiment - kann das gutgehen? Ist es am

Ende ein Hoffnungszeichen?

Datum: Montag, 14.06.2021
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Referent und weitere Mitwirkende: Oliver Vrankovic aus Israel
Ort: Online per Zoom

 

Viele habe der eben vereidigten Regierung schon seit Wochen vorausgesagt,

dass sie überhaupt nicht zustande kommt. Nachdem sie jetzt entgegen allen

Unkenrufen im Amt ist, gibt es weitere Voraussagen über das nahe Ende.

Natürlich eint die acht Koalitionsparteien vom Grundsatz her nur wenig, aber

offensichtlich genug, um es miteinander zu probieren. Und um liegen gebliebene

Aufgaben zu lösen.

 

Juden Araber koalieren, wer hätte sich das vor kurzem vorstellen können? Eines

müssen wir in Europa endlich lernen: Unsere Maßstäbe für politische

Entwicklungen und Strömungen in Israel stimmen mit denen in Israel oft nicht

überein. Oliver Vrankovic, bei uns kein Ungekannter, wird als politischer Beobachter

vor Ort einiges Erhellendes beitragen können.

 

Die Veranstaltung wird natürlich auch Fragen und Meinungen über den Chat einspielen.

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Die drei Hauptakteure: (v.l.) Lapid, Bennett, Abbas

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„BDS“ steht für „Boykott, Divestment, Sanction“ und die Kampagne hinter diesem Slogan versucht bereits seit Jahren staatliche und zivile Akteure weltweit dazu zu bewegen, diese drei Maßnahmen gegen Israel zu ergreifen. Die Konsequenz wäre die wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Isolation des jüdischen Staates. Neben den namensgebenden Forderungen propagiert die Kampagne allerhand andere Ziele, deren Stoßrichtung und Umsetzung von Wissenschaftler:innen und politischen Instanzen, wie z.B. dem deutschen Bundestag, als antisemitisch eingestuft wurden.

Diese Einstufung wird von Vertreter:innen der Kampagne mitunter heftig bestritten und angefochten; Unterstützung gab es für diese Anfechtungen jüngst von Kulturgrößen in der sogenannten »Initiative 5.3«, wie auch durch die kürzlich veröffentlichte »Jerusalem Declaration«.

Alex Feuerherdt wird in seinem Vortrag die Entstehung und die Ziele der BDS-Kampagne erläutern und die gesellschaftliche und politische Debatte um die Kampagne einordnen.

Alex Feuerherdt ist Publizist und Lektor. Er veröffentlicht Texte u.a. auf seinem eigenen Blog »Lizas Welt«, bei MENA Watch und

jungle.world. Jüngst veröffentlichte er zusammen mit Florian Markl die Monographien »Vereinte Nationen gegen Israel«

(Hentrich & Hentrich 2018) und »Die Israelboykottbewegung« (Hentrich & Hentrich 2020).

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„Ihr wählt schon wieder?"

 

Vier Wahlen in zwei Jahren – eine (Zwischen-)Bilanz aus Israel

Datum: Montag, 29.03.2021
Uhrzeit: 19:30 Uhr
Referent: Oliver Vrankovic aus Israel

Kooperationspartner: Junges Forum Heidelberg / Ehemalige Synagoge Hemsbach
Ort: Online per Zoom

Als der britische Comedian und Schauspieler Sacha Baron Cohen in einem Interview

auf die Wahl in Israel am 23. März dieses Jahres angesprochen wurde, scherzte er:

“Ihr wählt schon wieder? Genug jetzt!” und “Das ist wie Pessach, warum ist diese

Wahl nun anders als alle anderen?”

Die vierte Wahl der Knesset in zwei Jahren sei ein erstaunlicher Vorgang und werde

das Land auch noch weiter beschäftigen, wenn dieses Mal nicht eine dauerhafte

stabile Regierungskoalition gebildet werden könne, so die Einschätzung von Albrecht

Lohrbächer, Vorsitzender des Freundeskreises Weinheim-Ramat-Gan.

„Die Aufgaben der neuen israelischen Regierung werden außerdem keine leichten

sein: Nach einer massiven Kraftanstrengung für eine erfolgreiche Impfkampagne und den nun vollzogenen Lockerungen sind viele Israelis mit den Trümmern ihrer wirtschaftlichen Existenzen konfrontiert“, ergänzt er. Daher stehen für ihn Fragen an, etwa, wie die neue Regierung damit umgehen werde und auf welche gesellschaftliche Stimmung sie dabei treffe? Weiterhin gilt es aus Lohrbächers Sicht, die Ölverschmutzung an der Mittelmeerküste zu bewerkstelligen, sowie mit den unverändert bedrohlichen Signalen aus Teheran umzugehen.

In einem weiteren Online Vortrag des Freundeskreises wird sich am Montag, 29. März, 19.30 Uhr, Oliver Vrankovic mit diesen Fragen befassen und über die derzeitige Situation in Israel berichten. Auch wird er den Versuch machen die Wahlergebnisse vor dem Hintergrund aktueller

Herausforderungen einzuordnen.

Vrankovic arbeitet seit 2010 als Pflegehelfer in einem Elternheim (Seniorenheim) in Ramat Gan. Er organisiert Studienreisen in Israel und

veröffentlicht in verschiedenen Presseorganen als freiberuflicher Journalist. Außerdem betreibt er einen Blog (derkichererbsenblog.com)

und einen Guide für unterklassigen Fußball in Israel.

O. Vrankovic

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Die BDS-Kampagne fordert den vollumfänglichen Boykott Israels in wirtschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht, sowie die Sanktionierung des Staates. In letzter Konsequenz wollen die Befürworter von BDS den jüdischen Staat beseitigen.

Die Kampagne wurde 2019 vom deutschen Bundestag und vielen Kommunen bereits als antisemitisch eingestuft; außerdem wurde die Empfehlung ausgesprochen, Vertreter:innen dieser Kampagne keine kommunalen Gelder oder Räume zur Verfügung zu stellen.

Obwohl es kontinuierlich Protest gegen die Entscheidung gab, sticht die “Initiative 5.3 Weltoffenheit” heraus: Ein Zusammenschluss von Künstler:innen und profilierter Leiter:innen deutscher Kultureinrichtungen sprach sich gegen die BDS-Resolution aus und fordert stattdessen die BDS-Kampagne in den demokratischen Diskurs zu integrieren. Zu den Befürwortern dieses Widerspruchs gehört auch der Schauspielintendant des Mannheimer Nationaltheaters, Christian Holtzhauer.

Gleichzeitig distanziert sich die Initiative selbst von BDS. Kann diese Distanzierung glaubwürdig sein? Verkennt sie die Gefahren von BDS? Diesen Fragen wird Ben Salomo nachgehen, seines Zeichens Rapper und Autor.

Er musste über viele Jahre als Jude in Deutschland und in der Rapszene Erfahrungen mit Antisemitismus machen. Hier teilt er seine Einschätzung der BDS-Kampagne und ihrer Gefährlichkeit für Jüdinnen und Juden in Deutschland, immer auch vor dem Hintergund eigener Erfahrungen:

Angefangen bei seinen Erfahrungen als Fünfjähriger, der sich wundert, dass sein jüdischer Kindergarten von Polizisten bewacht wird, über den besten Freund, der seine großen Brüder holt, als er erfährt, dass der elfjährige Jonathan gar nicht Muslim, sondern Jude ist, bis zu dem Moment, als sich Puzzleteile wie diese mit den Schicksalen in seiner Familie zusam-menfügen und ein Bild entsteht, »das erklärt, warum in Deutschland jüdische Kindergärten bewacht werden müssen«.

Der Vortrag wird vom Jungen Forum DIG Heidelberg, dem Freundeskreis Ramat Gan Weinheim und dem Förderverein ehemalige Synagoge in Hemsbach veranstaltet.

Kostenloser Zugang via Zoom: https://us02web.zoom.us/j/87963770317?pwd=ZFdKaFRoUDN2azVDbzhEOTF4Z3F3QT09

Meeting-ID:  879 6377 0317

Kenncode:  113458

Zugehörige Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/191621229384389

Israels dramatische Monate: Zwischen Corona und arabischer Anerkennung

Datum: Montag, 16.11.2020
Uhrzeit: 19:00 Uhr
Referent und weitere Mitwirkende: Richard C. Schneider Israel-Korrespondent der ARD
Kooperationspartner: Junges Forum Heidelberg
Ort: Online per Zoom
Anmeldung über diese Seite unter: KONTAKT unter Angabe der email-Adresse oder unter ramatgan@gmx.de
Kurz vor der Veranstaltung erhalten Sie einen genauen Zugangshinweis.

Zum Inhalt:
Nach anfänglichen großen Erfolgen im Kampf gegen das Virus steckt Israel im Herbst 2020 in einer tiefen Krise. Manche Kreise der sehr diversen Bevölkerung hielten und halten sich nicht an die vorgegebenen Gesundheitsregeln. Da dabei besonders zwei Bevölkerungsgruppen auffallen, die vor allem sich nicht an die eingeschränkten Versammlungsmöglichkeiten halten, es sind streng religiöse Gruppen und arabische Bürger, gibt es eine zunehmende Spaltung der israelischen Gesellschaft. Weitere Anzeichen für die gesellschaftlichen Verwerfungen in Israel stellen die regelmäßig veranstalteten Proteste dar. Sie richten sich gegen den Verbleib von Ministerpräsident Netanjahu im Amt. Er ist der Korruption verdächtig und erscheint vielen Bürgern als nicht mehr tragbar. Dazu kommt, dass wegen der Corona- Krise viele Israelis in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind.

Dieser innenpolitischen Krise gegenüber stehen die außenpolitische Erfolge, die die Regierung Netanjahu vorweisen kann. War noch vor kurzem die vorgegebene Linie maßgebend, dass weitere arabische Staaten Israel erst anerkennen werden, wenn ein Abkommen mit den Palästinensern sich abzeichnet, so sehen jetzt im Konflikt zwischen den sunnitischen Arabern und dem schiitischen Iran mehr und mehr arabische Staaten in Israel einen natürlichen Verbündeten. Da der Iran mit dem Auslaufen des Waffenembargos am 18. Oktober seine Aggressivität gegen die arabischen Staaten und gegen Israel sicher steigern wird, stehen im Nahen Osten neue Kriegsgefahren ins Haus.

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